Stadtführung Ulm mit Wilhelmsburg 22. April 2007
Unerwartet viele Teilnehmer konnte der Wanderführer Günter Polanz für die Stadtwanderung Ulm begrüßen. 38 Wanderfreunde wollten sich die zwei Führungen durch Ulm nicht entgehen lassen.
Die Wagenkolonne erreichte ohne Probleme und pünktlich um 13.45 Uhr die Kaserneneinfahrt zur Wilhelmsburgkaserne am nördlichen Stadtrand von Ulm. Nach Erledigung der Zutrittsformalitäten gelangte die Gruppe zum nördlichen Eingang des größten Festungsbauwerks Deutschlands. Der Führer, Herr Hehl erklärte zunächst die Bauten der in verschiedenen Jahrhunderten entstandenen Festungswerke in Ulm. An der Hauptverbindungsstraße von Frankreich nach Wien gelegen hat Ulm einerseits großen Reichtum und andererseits viele kriegerische Auseinandersetzungen erlebt. Demzufolge war die Stadt als freie Reichsstadt auf die Verteidigung seines Wohlstandes und seiner Sicherheit angewiesen. Das letzte große Bauwerk ist die Bundesfestung gewesen, die 1848 mit 53 Forts fertiggestellt wurde.
Die Besichtigung des Reduits, des größten Bauwerks, war beeindruckend. Bis 1982 waren noch Soldaten der Bundeswehr dort kaserniert. Das Gebäude war gebaut und konzipiert von Major von Prittwitz, einem preußischen Festungsbaumeister. Es sollte 18.000 Soldaten als Rückzugsbollwerk dienen.
Im Anschluss fuhren die Teilnehmer in die Innenstadt von Ulm. Sie trafen den Führer, Herrn Gerhard Bernt, am Stadtcafé vor dem Ulmer Münster. Für eine Verschnaufpause bei einer Tasse Kaffee war keine Zeit mehr geblieben und so begann die Führung im Ulmer Münster, der Kirche mit dem mit 161m höchsten Kirchturm der Welt. Nach dem Rundgang und den Erklärungen in der Kirche waren alle wieder froh in die frühsommerliche Wärme außerhalb der Kirchenmauern zurückkehren zu können. Der anschließende Rundgang durch die Altstadt und das Fischerviertel am Donauufer begann mit den modernen Bauwerken an der Neuen Straße, wo berühmte Architekten den Kontrast Alt-Neu sichtbar vor Augen führten. Der Weg führte wieder zurück ins Mittelalter an das Rathaus mit seiner sehenswerten und berühmten Uhr an der Ostseite. Diese Uhr gibt nicht nur die Stunden, sondern die Phasen der Tierkreiszeichen, den Mondlauf, die Tag- und Nachtzeiten bis hin zu der exakten Angabe der nächsten Sonnenfinsternis. Ein weltweites Meisterwerk, geschaffen im 16. Jahrhundert.
Am Donauufer vorbei schauten die Wanderfreunde dann noch die alten und wunderschön restaurierten Häuser im Fischerviertel und Gerberviertel an, bevor man sich zum Abschluss zu einem Glas Bier oder Wasser in eines der vielen Gartenlokale setzte.
Die Halbtageswanderung war sehr informativ bei strahlendem Sonnenschein und einige Teilnehmer nahmen sich vor, einmal in Ruhe und Beschaulichkeit mit der eigenen Familie für einen Tag Ulm wieder zu besuchen.
Bilder des Tages Wilhelmsburg:

Ulm:


