1.   November 2004

 

Wanderwettbewerb der Gaujugend des Lichtensteingaus

 

Morgens um 8:30 Uhr trafen sich eifrige Wanderer an der Molke, um dann nach Mittelstadt, dem diesjährigen Austräger des Wanderwettbewerbs zu fahren. Dort starteten wir dann mit 34 Personen am Milchhäusle in 3 Gruppen. Gleich dort durften wir die erste Station erledigen. In einem abgedunkelten Zimmer, nur von wenigen Kerzen beleuchtet, mussten mit verbundenen Augen acht verschiedene Marmeladensorten getestet und erkannt werden. Zur Auswahl standen Schwarze Johannisbeere, Rhabarber, Aprikose, Brombeere, Kirsche, Pfirsich, Zwetschge und Himbeere.  Nach wenigen Metern im Ort wanderten wir dem Neckar entlang Richtung Oferdingen zur nächsten Station.

 

 

Station 2: Kartoffelkanone

 

Hier hieß es dann Kanone laden, also mit der Metallhülse rohe Kartoffelstückchen ausstechen und dann mit einem Holzstab diese abfeuern. Von drei Versuchen wurde der weiteste gewertet. Tobias schaffte 17,7 m, Jan 14,7 m und Harald trotz kraftvollerer Methode, bei der dann sogar das Holzstöckchen abbrach, nur 15,0 m.

Beim Kartenlesen hatten wir dieses Jahr wohl etwas Schwierigkeiten, denn wir bogen einen Pfad zu früh links ab. Nach einigen hundert, nicht so kinderwagentauglichen Metern, bemerkten wir den Irrtum und mussten umkehren, um es dann mit dem nächsten Pfad zu versuchen. Der führte uns dann zur nächsten Station auf einer Neckarbrücke. Durch unsere Extrameter wurden wir in der Zwischenzeit von den Holzelfingern überholt.

 

 

 

Station 3 am Neckar: Äpfelfischen

 

Bei der dritten Station wurde auf der einen Seite der Brücke ein Apfel hineingeworfen, der dann auf der anderen Seite mit einem Spezialfanggerät aufgefangen werden musste. Dieses wurde von drei Personen auf der Brücke über Schnüre geführt und bestand aus drei Fangsäckchen, von denen man im mittleren die doppelte Punktzahl erhielt. Eine unserer Gruppen fing leider nur 2 Äpfel in der Mitte, da sich auch das Gerät auf den Kopf stellte. Die beiden anderen Gruppen fischten alle fünf Äpfel ins mittlere Säckchen und bekamen dafür maximale Punktzahl. Danach ging es wieder zurück nach Mittelstadt, wo wir dann im Feuerwehrhaus Maultaschen mit Salat oder Saitenwürstle aßen.

 

  

 

 

 

 

Station 4: Murmelparcours

 

Frisch gestärkt kam dann auch schon die nächste Station auf uns zu. Hier war ein Holzspielbrett mit vielen verschieden ausgestanzten Formen steil vor einem aufgestellt. Man musste zwischen den Löchern entlang eine Kugel, die in einer anderen Lochform und mit beidseitigen Seilen geführt wurde, ohne deren Hindurchfallen, auf Zeit nach oben bewegen. Unsere Jungs waren hier sehr geschickt und schnell am Werk.

 

    

 

Station 5: Teppichtransport

 

Die Nachmittagsstrecke führte auf die andere Seite von Mittelstadt durchs Neubaugebiet zur fünften Station. Hier mussten jeweils 4 Personen auf einem Teppich stehend, diesen unter sich hindurch über eine definierte Strecke und wieder zurück transportieren, natürlich auch hier wurde die Zeit gestoppt. Es begannen Joe, Ernst, Timo und Dennis, die nach kurzen Anfangsschwierigkeiten die Strecke in 2:16 min zurücklegten. Anschließend versuchten es Jana, Jan, Simon und Lukas, die den schweren und sehr großen Teppich in 2:34 min schafften – echt klasse. Als drittes musste noch eine Frauenmannschaft starten, denn die Männer meinten, dass sie ja auch zu Hause sehr gut mit einem Staubsauger und Teppich umgehen könnten. Pech für die Männer, denn Angela, Claudia, Gabi und Kerstin schafften es sogar in 2:00 min! Schon fast wieder am Feuerwehrhaus angekommen bewerkstelligten wir auch die letzte Station: Ein selbstgebautes Schiffchen fahren zu lassen, besser gesagt ein sehr tristes Brettchen, darauf war ein Gummi, das man als Antrieb aufzwirbeln musste, mit einer Antriebsschraube verbunden. Man musste dem Gummi soviel Spannung aufzwingen, dass das Boot in einer Wanne von der einen Seite bis zur anderen fuhr. Trotz starker Spannung schafften es unsere Kapitäne nicht in einem Schwung auf die andere Seite und mussten zwischendurch die Spannung erneuern. Unsere Zeiten langen zwischen 1:10 und 1:15 Minuten.

 

 

Station 6: Bootsfahrt

 

Neben all den schönen Spielen an den Stationen waren wir unterwegs mit dem Lösen der Fragebögen beschäftigt und danken all unseren Unterstützern zu Hause, ohne die wir manche Frage nicht beantworten hätten können. Auch das Wetter hat bis zum Eintreffen am Ziel guten Willen gezeigt und wir blieben trocken.

 

Wir trafen als zweite Ortsgruppe am Ziel ein und bekamen somit auch noch genügend Plätze freier Wahl. Bis zur Siegerehrung aßen wir den leckeren Kuchen und hofften auf gute Platzierungen.
Wir wurden 2., 3. und 4. Sieger und mussten leider den ersten Platz knapp geschlagen an Sondelfingen abgeben! Als Preise gewannen wir eine Spielesammlung, das Spiel TABU und einen Volleyball.

Nächstes Jahr wird der Wanderwettbewerb wahrscheinlich in Sondelfingen stattfinden.